Polymechaniker EFZ

AZM_1315

In Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten bearbeiten sie Aufträge oder Projekte, entwickeln Konstruktionslösungen, erstellen technische Dokumente oder bauen Prototypen und führen Versuche durch. Sie wirken bei Inbetriebnahmen mit, beim Planen und Überwachen von Produktionsprozessen oder führen Instandhaltungsarbeiten aus.

Voraussetzungen / Anforderungen

Physik macht Polymechanikern Spass, und sie haben ein grosses Interesse an technischen Zusammenhängen. Sie können sich Konstruktionen räumlich vorstellen. Polymechaniker arbeiten exakt, gründlich und sorgfältig. Sie verfügen über viel Ausdauer und Geduld. Sie interessieren sich für die Metallbearbeitung und arbeiten gerne an Maschinen. Sie sind handwerklich geschickt und frei von Allergien auf Metalle, Fette oder Öle. Für den Besuch des Berufsschulunterrichtes auf Niveau G wird das mittlere Niveau einer dreiteiligen Oberstufe der Volksschule vorausgesetzt. Niveau E verlangt in der Regel das oberste Niveau der Oberstufe.

Ablauf der Ausbildung

Die Lehre dauert vier Jahre. Polymechaniker werden im Lehrbetrieb ausgebildet und besuchen während maximal zwei Tagen pro Woche die Berufsschule. Während der ersten Lehrhälfte wird in der Grundausbildung ein breites Fundament an Wissen und Können angelegt. Im Zentrum stehen Arbeitstechniken wie manuelle und maschinelle Fertigungstechnik, Montagetechnik, Fügetechnik, Inbetriebnahme, Wartung und fachspezifische Arbeitssicherheit. In der zweiten Lehrhälfte folgt die Schwerpunktausbildung in betrieblichen Tätigkeitsgebieten.

In dieser Ausbildungsphase vertiefen die Lernenden ihre Kenntnisse und Fertigkeiten durch exemplarisches Lernen an Produktivaufträgen und Projekten wie z.B.:

• Projektierung und Projektbearbeitung
• Konstruktion
• Prototypenbau
• Produktionsunterstützung
• Fertigungsmittelbau
• Teilfertigung
• Décolletage
• Produktionsprozesse
• Montage
• Automation
• Instandhaltung

Berufliche Perspektiven

Nach Abschluss der Lehre mit dem eidg. Fähigkeitszeugnis stehen Polymechanikern viele Möglichkeiten offen; z.B. Fach- und Führungsausbildungen, Berufsprüfungen BP (z.B. Prozess- oder Fertigungsfachmann), Höhere Fachprüfungen HFP (z.B. Industriemeister), Höhere Fachschulen (z.B. Maschinen-, Elektro- oder Betriebstechnik HF oder dipl. Techniker Fertigung) oder via Fachhochschule zum Ingenieur (z.B. Maschineningenieur FH)