Industrielackierer EFZ

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Industrielackierer beschichten Güter aller Art um sie zu verschönern und länger haltbar zu machen. Dazu verwenden sie Beschichtungsstoffe, Anstrichstoffe und Lacke. Die Industrielackierer mischen Farbtöne selbst und bestimmen vor ihrer Arbeit den Materialbedarf für die laufenden Arbeiten. Zu ihren Tätigkeiten gehören auch die Vorbehandlung des Untergrundes und das Auswählen der Abdeckmaterialien. Meistens werden die Güter mit der Farbspritzpistole lackiert, gelegentlich werden aber auch Techniken wie tauchen oder streichen verwendet. Für das Auftragen von Schriften kennen die Industrielackierer auch die Methoden des Siebdruckes und der Schablonenbeschriftung. Der Arbeitsort der Industrielackierer ist eine speziell für sie eingerichtete Werkstatt.

Voraussetzungen / Anforderungen

Industrielackierer haben Freude an handwerklicher Arbeit und bringen eine praktische Begabung mit. Sie sind zuverlässig im Umgang mit aufwendigen und teuren Produkten. Gesunde Atmungsorgane und keine Allergien gegen Lösungsmittel und andere Chemikalien gelten als Voraussetzung für den Beruf. Ein guter Geruchssinn und ein gutes Farbempfinden gehören ebenso zu einem Industrielackierer, wie Sinn für Ordnung und Sauberkeit.

Ablauf der Ausbildung

Die Lehre dauert drei Jahre. Industrielackierer werden im Betrieb ausgebildet, wo sie sich während der Lehrzeit die nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten aneignen. Ausserdem besuchen sie während einem Tag pro Woche die Berufsschule. Die Ausbildung wird durch verschiedene überbetriebliche Kurse ergänzt . Am Ende der Ausbildung hat sich der Industrielackierer folgende Kenntnisse angeeignet:

• Arbeitstechniken des Lackierens und der Vorbehandlung
• Wie welche Materialien zu beschichten sind, damit sie besonders schön aussehen und möglichst lange beständig sind
• Bei welchem Untergrund welche Vorbehandlung nötig ist

Berufliche Perspektiven

Einem gelernten Industrielackierer stehen nach Abschluss der Lehre vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Nach dem Berufsabschluss besteht zudem die Möglichkeit, in verkürzter Form zusätzlich den Berufsabschluss im Autolackierer- oder Malerberuf zu erreichen. Ebenfalls kann die höhere Berufsprüfung zum Autolackierer abgelegt werden. Als weitere Möglichkeit sind verschiedene Spezialisierungen möglich, z. B. zum Schriften- und Reklamegestalter, zum Fachberater oder zum Farbmischer in der Farben- und Kunstoffindustrie.