sps ipc drive Messe Nürnberg

Alle Jahre findet in Nürnberg eine internationale Fachmesse über die neusten Entwicklungen in der Automationsindustrie statt. Die Firma Emmesys bietet dabei, 6 Lehrlingen aus verschiedenen Berufsschulen der Schweiz die Möglichkeit, die Messe kostenlos zu besichtigen. Normalerweise wäre das Event für Lehrlinge des 3. Lehrjahres gedacht, da dort jedoch niemand Interesse zeigte meldete ich mich freiwillig.

Am Dienstag dem 27.11.2018 ging es dann los, ich begab mich am Nachmittag nach Oensingen, wo ich zusammen mit anderen Teilnehmern nach kurzer Wartezeit von einem Car abgeholt wurde. Nach ungefähr 8h fahrt und einigen Zwischenstopps, um weitere Teilnehmer aufzuladen, trafen wir erschöpft von der langen Reise bei unserem Hotel ein, wo wir eine erholsame Nacht verbrachten. Der Mittwochmorgen begann um 6 Uhr früh, wobei die Müdigkeit durch das ausgiebige Zmorge Buffet schnell vergessen war. Anschliessend machten wir uns wiederum mit dem Car auf den Weg nach Nürnberg ans Messegelende.

Dort angekommen begaben wir uns in die riesigen Hallen und starteten beim Stand der Firma Sick mit der ersten Führung. Die Firma Sick ist ein weltweit tätiger Hersteller von Sensorik für die Prozessautomation. An der Messe stellten sie ihre neusten Produkte anhand verschiedenster Modelle vor.  

Besonders spannend fand ich dabei Ihr Modell einer Smart-Factory. Bei diesem konnte man seinen eigenen individuell beschrifteten Karabiner fertigen lassen. Wobei Sie neuste Technik verwendeten, wie die Übertragung der Prozessdaten über die Cloud oder dem Einsatz von optischen Sicherheitselementen. 

Anschliessend wurden uns bei der Führung noch die Firmen Vega, Wieland und Sigmatec vorgestellt. Dabei hat mich besonders die Weiterentwicklung der Vega Radarsonden erstaunt. Da diese nun mit 80ghz operieren, können sie selbst durch starke Verschmutzung, Distanzen bis zu 30m auf +/- 1mm messen. Zudem ist es mit dieser Technik möglich ohne Fehler durch Glasscheiben zu messen, was ebenfalls viele neue Möglichkeiten eröffnet.

Nach der ungefähr zwei stündigen Führung konnten wir dann noch selber die Messe besichtigen und uns über die verschiedenen Neuheiten informieren.

Wobei ich dabei auf die aktuell schnellste Hyperloop Kapsel stiess, die mithilfe von Elektromagneten in einer Luftleeren Röhre Geschwindigkeiten von über 400 Km/h erreichen kann.  

Anschliessend ging es dann auch schon wieder zurück ins Hotel, wo wir bei einem hervorragenden Essen den Abend ausklingen liessen.

Am Donnerstagmorgen ging es dann wiederum früh los. Ich packte all meine Sachen, da dies auch schon der letzte Reisetag sein sollte. Nach dem Frühstück machten wir uns dann wieder auf den Weg zum Messegelende wobei wir den restlichen Morgen individuell verschiedene Stände besuchen konnten. Dabei schaute ich noch den Stand, oder bessergesagt die ganze Halle von Siemens an um mich ebenfalls über deren Neuheiten zu informieren.

Am interessantesten fand ich dabei Ihren Versuch Anlagen Virtuell abzubilden um anschliessend über eine Spezialbrille, Prozesse und Daten durch die erweiterte Realität im Sichtfeld des Bedieners zu visualisieren. Das heisst man konnte durch die Brille in die Maschine hineinschauen und die verschiedenen Prozessdaten betrachten. 

Nach dem Mittag fand dann nochmal eine Führung statt, wobei es dabei vor allem um verschiedene Kommunikationsprotokolle und Bussysteme wie OPC UA oder Profibus ging. Dies war ein enorm spannendes, jedoch gleichzeitig auch ebenso komplexes Thema.

Abschliessend konnten wir dann noch ein kleines Apero geniessen und allfällige Fragen mit den Experten klären. Danach begann auch schon die lange Rückreise in die Schweiz wobei ich erneut viele neue Personen kennenlernte und meine Eindrücke teilen konnte.  

Christoph Janssen, Automatiker 4. Lehrjahr