Xplore – 3. Tag

Nach einer ruhigen Nacht waren wir gestern alle etwas früher wach. Womöglich war es die Aufregung, unser Modell nun endlich präsentieren zu dürfen. Der Terminplan des Tages war schon sehr dicht gestaltet und auf die Minute terminiert. Bei Phoenixcontact angekommen haben wir unsere Anlage sofort in Betrieb genommen und nach wenigen Minuten waren wir online. Recht entspannt konnten wir also der Marathon-Präsentationsrunde entgegensehen.

Im Fünfminutentakt wurden die Teams aufgeboten. Unsere Präsentation war auf 10:55 Uhr angesetzt. Genau drei Minuten hatten alle Teams zu Verfügung, ihre Projekt zu präsentieren. Einige haben dennoch versucht, die mitgebrachten 30 Slides irgendwie da reinzupacken und wurden wie angekündigt nach 180 Sekunden jäh unterbrochen. Da hatte sich unser Team mit bescheidenen vier Folien schon eher dem Rahmen angepasst. Die Lernenden waren – im Gegensatz zum Berufsbildner – auch gar nicht nervös und haben sich prima gemeistert. So vor 150 Fach-Leuten zu referieren mit der Fachkurie in der ersten Reihe ist gar nicht so ohne.

Nach 17 Beiträgen gab es eine kurze Pause. Wir nutzten die Zeit, um nach unserer Anlage zu sehen. Etwas erstaunt stellten wir fest, dass sie nicht mehr online ist. Schnell versuchten wir die Gründe dafür herauszufinden. Leider stellten wir fest, dass das Datenvolumen der SIM-Card unseres SIM-Karten Gönners vom Vortag aufgebraucht war und die Daten jetzt nur noch so sporadisch flossen. Zu wenig Bandbreite also, um alle vier Koppler mit Netzwerk zu versorgen. Etwas entrüstet mussten wir diese Gegebenheit annehmen. Enttäuschung und Frustration machte sich breit. Wieso musste das gerade jetzt und heute passieren…?

Toni Widmer, ein Techniker der Schweizer Phoenixcontact-Niederlassung, war ebenfalls beruflich vor Ort und hatte unsere Situation mitbekommen. Er hatte uns in den letzten Wochen und Monaten  recht nahe begleitet und kannte unser Systemaufbau genau. Betroffen von unserer momentanen Situation hatte er bald ein paar Ansätze zur Lösung unserer Netzwerkproblematik. Sofort setzten sich die Jungs an die Rechner und befolgten seine Anweisungen. Und siehe da, nach fünf Minuten waren wir wieder online und machten einen Test-Durchlauf. Es funktionierte!

Nach der Mittagspause machte sich die Jury auf, um bei allen Teams einen Besuch abzustatten. Die Nervosität stieg, aber wir fühlten uns gut und konnten es kaum erwarten, ihnen unser Werk zu präsentieren. Das Interesse war gross und da war viel Freude aber auch Staunen zu erleben. Die Demonstration hat beinahe perfekt geklappt war uns reichlich Anerkennung einbrachte. Danach besuchten uns einige Kollegen anderer Teams um uns ihre Wertschätzung zu bekunden. Ein schöner Moment für jedes Team-Mitglied.

Nach zweistündiger Besprechungspause der Jury startete dann der entspannte Teil des Abends. Es folgten Ansprachen und Verdankungen. Schliesslich begann die Siegerehrung. Unsere Kategorie war zuerst am Start. Die Spannung stieg und … wir durften den Pokal für den zweiten Platz der Kategorie SmartFactory in Empfang nehmen. Die Freude war riesig!

Nach der Siegerehrung richtete der Obervater von Phoenixcontact Klaus Eisert (84) noch ein paar persönliche und inspirierende Worte an uns alle. Anschliessend folgte ein fürstliches Abendessen.

Nun heisst es dann Aufräumen, Packen, Palettisieren und letzte Kontakte austauschen. Bestimmt war es für alle Teilnehmenden ein unvergessliches Erlebnis. An dieser Stelle möchten wir uns besonders bedanken für die grosse Unterstützung von Seiten der Phoenixcontact Schweiz AG, sowie auch der FESTO Didactic , der MIGROS Aare, der KaempferEngineering GmbH und natürlich auch unseren Partnern Ammann und Avesco, welche das Projekt ideell oder finanziell unterstützt haben.

Ein spezielles Dankeschön gebührt aber auch den zuhause gebliebenen Team-Mitgliedern und all denjenigen azm-Lernenden welche beim Bau des Automaten tatkräftig mitgeholfen haben. Ohne sie wäre das Projekt niemals so erfolgreich gewesen. Ihr könnt stolz auf das Resultat sein!